Würfel raus, Tee aufgießen und Snacks bereit: Warum jetzt die beste Zeit für Pen & Paper ist

Rote D20 Würfel Keksdose mit Cookies, Würfeln und Charakterbogen auf einem Holztisch

Draußen grau, drinnen Abenteuer

Die Tage werden kürzer, draußen ist es nass und kalt und um fünf ist es schon dunkel. Genau jetzt beginnt die beste Zeit für Pen & Paper: Freunde einladen, Tee aufsetzen, Snacks auf den Tisch und gemeinsam in eine andere Welt abtauchen.

Pen & Paper-Rollenspiele brauchen keinen Bildschirm und keinen Controller. Sie brauchen ein paar Würfel, etwas Fantasie und Menschen, mit denen man gemeinsam Geschichten erzählt. Ob Drachenjagd, Cyberpunk-Großstadt oder kosmischer Horror: Am Spieltisch entscheidet ihr, wie es weitergeht.

Geöffnete Dungeons & Dragons Würfel Aufbewahrungsbox im Mimic-Design mit roten Würfeln auf einem dunklen Holztisch

Wie fangen andere damit an und was braucht man wirklich? Wir haben Johanna und Sonny gefragt, die beide mit ihren eigenen Gruppen spielen.

Interview: Johanna und Sonny am Spieltisch

1. Wie seid ihr zum Pen & Paper gekommen und wer hat euch damals an den Tisch geholt?

Johanna: Das Interesse an D&D kam bei mir erst so richtig durch Stranger Things. Ich wollte Pen and Paper unbedingt mal ausprobieren und habe mir daraufhin ein Einsteigerset gekauft. Mein Partner und ich haben dann Freunde zusammengetrommelt und daraus hat sich eine feste Gruppe entwickelt. Mittlerweile spielen wir seit ein paar Jahren gemeinsam und haben einige Spielsysteme wie D&D, Cyberpunk RED und Call of Cthulhu ausprobiert.

Sonny: Ein guter Freund hat mich überredet, das Format „Morriton Manor“ von den Rocket Beans mit ihm zu schauen. Ich war ziemlich hooked und es hat nicht lange gedauert, bis wir unsere erste eigene Runde gespielt haben.

2. An welche Spielrunde oder welchen Moment denkt ihr bis heute gern zurück?

Johanna: Wir haben am Anfang unserer zweiten Kampagne einen Tressym gerettet – eine fliegende Katze, die einige vielleicht auch aus Baldur’s Gate kennen. Unsere Halbork-Barbarin hat sich so rührend um Skillex gekümmert, dass es richtig emotional wurde, als er einen kritischen Treffer abbekam und im Sterben lag. Spoiler: Er hat überlebt und wir haben ihm auch einiges zu verdanken!

Sonny: Wir hatten mal einen Klassiker: Unsere Spielleiterin hat sich super Mühe mit einem Boss gegeben, der zwar mega viel Schaden machen konnte, allerdings immer nur kurze Distanzen zurücklegen durfte. Anscheinend hatte sie vergessen, dass sie mir ein paar Sessions vorher einen magischen Gegenstand gegeben hatte, mit dem ich Gegner einige Meter weit wegstoßen kann. Das Ende vom Lied war, dass ich unseren Gegner immer wieder von uns weggehalten habe und unsere Distanzkämpfer nur noch treffen mussten. Sie tat mir schon ziemlich leid dabei.

3. Was braucht man wirklich für die erste Runde und was kann warten?

Johanna: Stift und Papier! Eventuell ein Regelbuch. Es gibt unzählig viele coole, kleine Abenteuer und vorgefertigte Charaktere im Internet, die gerade für den Anfang super sind.

Sonny: Eine tolle Gruppe, ein Notizbuch und Würfel. Alles darüber hinaus ist schmückendes Beiwerk.

4. Welche Ausrüstung liegt bei euch immer auf dem Tisch und warum gerade diese?

Johanna: Auf jeden Fall hübsche Würfel und mein Tablet. Wir schicken uns Material wie Karten, Artefakte etc. teilweise digital und benutzen geteilte Pinnwände. Nebenbei schreibe ich meine eigenen Notizen mit. Das Tablet hat sich für mich einfach als schnellste Methode bewährt und man muss nicht so viel ausdrucken.

Da ich meistens zaubernde Charaktere spiele, habe ich außerdem ein physisches Zauberbuch mit meinen Spells dabei und einen Spellslot-Tracker von The Speechless Bard. Snacks dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die lagern wir in unserer d20-Keksdose. Bestes Geschenk ever, btw.

Sonny: Ich habe immer viel zu viele Würfel, das Regelwerk, nach dem wir spielen (ja, ich bin dieser Mitspieler), und ausreichend Snacks und Getränke.

5. Welche drei Dinge würdet ihr einem Einsteiger zum Start schenken?

Johanna: Ein Set epischer Würfel, ein Notizbuch und einen ausdauernden Stift.

Der Herr der Ringe Mordor RPG Würfel Set mit sieben Würfeln

Sonny: Ein Starterkit für ein Regelwerk, ein tolles Notizbuch und Würfel!

6. Wenn ihr Lesern nur einen Satz mitgeben könntet, um heute mit Pen & Paper anzufangen, welcher wäre das?

Johanna: Schnapp dir ein paar nette Leute, lass die Regeln erstmal zweitrangig sein und erschafft einfach zusammen eine verdammt gute Geschichte!

Sonny: Mathe, Glitzersteine und Impro-Theater mit Freunden! Was gibt es Schöneres!

Euer Abenteuer wartet

Johanna und Sonny sind sich in einem Punkt einig: Für den Einstieg braucht es nicht viel. Würfel, ein Notizbuch und eine Gruppe netter Leute reichen völlig aus. Alles andere kommt mit der Zeit und die Regeln dürfen am Anfang ruhig zweitrangig sein.

Weiß-blaue Der Herr der Ringe Rivendell RPG Würfel auf einem hellen Teller auf einem Holztisch
Foto: @miss.bookaholic

Die langen Herbst- und Winterabende sind die perfekte Gelegenheit, es einfach auszuprobieren. Ladet eure Freunde ein, sucht euch ein kurzes Einsteigerabenteuer und lasst die Würfel rollen. Wer weiß: Vielleicht erzählt ihr euch in ein paar Jahren noch von eurer ersten Runde.

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